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Bockholt BR 132 der Deutschen Reichsbahn
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Stangel Stellwerk
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Dingler BR 02
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Bockholt BR 13
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Modellbau und Dampflok 18 201 Drucken E-Mail: 
22.08.2008

Auch Modell Dampfloks kommen in die Jahre und bedürfen einer Hauptuntersuchung und Modernisierung. Untersuchungspflichtig abgestellt war das Modell der 18 201 von Fulgurex im Maßstab 1:32  aus einer Produktion Mitte der 90er Jahre in Korea.
 
Das überwiegend aus Messing gefertigte Modell der Schnellfahrlokomotive 18 201 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn (DR) hatte bereits zur damaligen Zeit eine sehr gute Detaillierung und robuste Konstruktion. Wohltuend in Grün und Rot lackiert hebt sie sich von den anderen langen Dampflokomotiven der Einheitsbaureihen der DR und der Deutsche Bundesbahn (DB) in Schwarz und Rot ab. Beeindruckend sind immer wieder die Kuppelräder mit einem Originaldurchmesser von 2,3 m, die auch im Modell gut zur Geltung kommen. Die Elektronik des Modells war noch auf Gleichstrombetrieb (DC) ausgelegt.
 
Die Ziele bei der Hauptuntersuchung und Modernisierung waren die Beseitigung der vorhandenen Schwachstellen im Antrieb und Fahrwerk. Die Elektrik sollte komplett erneuert werden. Als krönende Ergänzung bekam das wunderschöne Modell wirklichkeitsnahe Geräusche des Vorbildes.
 
Wie bei Kleinserienmodellen üblich, werden keine Anleitungen für die Demontage bzw. Zusammenbau vom Hersteller geliefert. Mehrere Behältnisse zur Aufnahme der ausgebauten Teile und Schrauben sind hilfreich, um während der Montagezeit keine Teile zu verlieren.
 
Am Fahrwerk wurden folgende Verbesserungen gegenüber der damaligen Kleinserie vorgenommen:

 

OK   Begrenzung der Seitenverschieblichkeit des vorderen Drehgestells zur besseren Führung der sehr langen Lok im geraden Gleis nach Ausfahrt aus einem Bogen
OK   Bremsgestänge 1. Kuppelachse versetzt, dadurch Verhinderung des Anschlagens des Drehgestells
OK   Einbau einer Feder zwischen Lokrahmen und hinterem Laufrad zur besseren Abstützung der Lok gegenüber leichtem "Herunterhängen" und ungleichmäßiger Achslastverteilung
OK   Einbau von Scharnieren für das Übergangsblech vom Führerhaus zum Tender
OK   Abfederung der beweglichen Türen am Führerhaus und Tender, damit optisch ein geschlossener Eindruck zwischen Lok und Tender in der Geraden und Bogen gegeben ist
OK   Vergrößerung des Bereiches unterhalb der Tenderbühne zum Verstecken von Kabelbaum und Stecker nach Verbindung der Lok und Tender
OK   Unrund laufende Schwungmasse ausgegossen, um Unwucht im Antrieb zu beseitigen
OK   Klappenscharniere am Kesselscheitel erneuert
OK   Kesselgewicht demontiert und beigefräst
OK   Einbau zusätzlicher Pilzkontakte zur Stromabnahme am Tender; lediglich die drei Kuppelachsen besaßen vorher eine Stromabnahme
OK   Erstellung eines Magnetkontaktgebers zur Abnahme des 3-Zylinder-Taktes
OK   Lochbleche für Halterungen der Lautsprecher und Schalldurchlass gebohrt
OK   Einbau eines großen Visaton Lautsprechers in den Tender und eines Hochtöner-Lautsprechers in den Kesselzur besseren Schallverteilung und breiten Frequenzwiedergabe
OK   Lok-Tender Steckverbindung zum engen Kuppeln von Lok und Tender hergestellt
OK   Diverse Fehlteile an Lok und Tender ergänzt
OK   Komplettierung der Pufferbohlen nach Vorbildfotos und farbliche Gestaltung

 

Der Neuaufbau der Elektrik umfasste folgende Arbeiten:

 
OK   Komplette Neuverkabelung mit Kabelbaum und Kabelführung
OK   Hallsensor für Taktgeber einschließlich Verdrahtung
OK   Einbau eines ESU LokSound XL 3.5 mit 16Mbit Speicher fürGeräuschdateien
OK   Verdrahtung aller Komponenten über mehrere Lötleisten zur Verbesserung der Wartungsfreundlichkeit
OK   3-Licht-Spitzensignal vorne und hinten mit 12-Volt-Mikrobirnen und Spannungs-Konstanthaltern einbauen
OK   2-Licht-Spitzensignal mit roten LED bzw. Mikrobirnen (vorne) als Schlusssignal bei Fahrtrichtungswechsel einbauen
OK   Einbau einer Führerstandsbeleuchtung mit 12-Volt-Mikrobirnen
OK   Triebwerksbeleuchtung für den Mittelzylinder
OK   Fehlende Lampengläser neu gestanzt
OK   Abstimmung für differenzierte Lautstärke der beiden Lautsprecher über Drehpoti
OK   Wichtige Leitungen mit Nummernzettel versehen und dokumentiert
OK   Es wurde ein eigenes Soundprojekt erstellt, dass dem Originalsound der Lok 18 201 mit seinen Nebengeräuschen sehr nahe kommt: Dampfstöße, Ölbrenner, kurzer Pfiff, langer Pfiff, Luft- und Wasserpumpen, Zylinderhähne öffnen, Bremsen quietschen, Schleudern des Triebwerkes, Räder quietschen in engen Kurven und die einzelnen Geräusche wurden in der Lautstärke aufeinander abgestimmt
OK   Der Lokdecoder wurde programmiert mit CV-Einstellungen für DCC mit 128 regelbaren Fahrstufen
OK   Diverse Einstell- und Testfahrten zur Optimierung des Lauf- und Geräuschverhaltens

 

Der enorme Arbeitsaufwand hat sich gelohnt, denn der jetzige technische Stand der Lok und Schönheit des Modells im Maßstab 1:32 machen Freude für die nächsten Jahre. 

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Ein kleines Beispiel für die Vielfalt und Qualität der Geräusche der Dampflok 18 201 soll nachfolgendes Video mit Ton demonstrieren: 

 
 
Aktualisierung ( 03.12.2008 )
 
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